Politischer Kommentar – Rostbratwurst im Rückwärtstrend

Wer hätte gedacht, dass 25 Jahre nach dem historischen Mauerfall die Nachfolgepartei der einstigen Einheitspartei einmal den Posten eines Ministerpräsidenten besetzen wird- höchstwahrscheinlich nicht einmal der „Wettmaster“ Thomas Gottschalk selbst.

Mehr als eine Show stellt nunmehr die Zukunft Thüringens durch eine von einem linken Ministerpräsidenten geführte Rot-Rot-Grüne-Regierung dar.

In scheinbarer Unwissenheit darüber was ein Teil der Thüringer Ihrem Land mittels Stimmzettel aufgebürdet haben bestand am 05.12.2014 die Möglichkeit bei der Wahl des Ministerpräsidenten dieses Wahnsinns-Experiment mit etwas Glück und Verstand nachträglich stoppen zu können.

Mit Bodo Ramelow brachte die Links-Partei ihren Kandidaten für dieses Amt ins Spiel, Gegenkandidat: Fehlanzeige.

Die bis dato amtierende Ministerpräsidentin Thüringens Christine Lieberknecht (CDU) gab drei Tage vor der Wahl, mit der Aussage: „Ich gehe am Freitag nicht in die Arena des Löwen“,  bekannt, nicht erneut zur Wahl zur Verfügung zu stehen. Gemäß Thüringer Landesverfassung würde sie bei einer gescheiterten Wahl Ramelows ohne Gegenkandidaten ihren Ministerpräsidentenposten vorerst weiterführen. Aber wer möchte jemanden haben, der nicht mehr im Amt bleiben möchte?

Die Landes- CDU entschloss sich zu dem Schritt, für die ersten beiden Wahlgänge, bei denen eine absolute Mehrheit von Nöten ist, keinen Kandidaten aufzustellen. Auch hierfür gibt es seitens der Christ-Demokraten „logische“ und „verständliche“ Gründe: es wird gehofft, dass Ramelow in den beiden ersten Wahlgängen scheitert und es soll vor allem auf benötigte Stimmen von der AfD-Fraktion verzichtet werden- so sieht wahre Landesliebe aus!

Für einen eventuellen dritten Wahlgang, wie ihn 2009 auch Christine Lieberknecht durcherleben musste und bei dem eine einfache Stimmenmehrheit genügen würde, hatte sich die CDU den parteilosen, ehemaligen Uni-Direktor Klaus Dicke auserkoren. Dieser sollte das bürgerliche Bindungsstück zwischen CDU, SPD und Grüne darstellen, um vielleicht „vernünftigere“ Abgeordnete doch noch zum „Nachdenken“ anzuregen. Eine gescheiterte Wahl von Ramelow hätte zu einem zu Unmut in seinen eigenen Reihen und zu eventuellen Neuwahlen im Freistaat geführt.

Bekanntermaßen ist es zu diesem dritten Wahlgang nicht mehr gekommen. Mit 46 benötigten Ja-Stimmen, 43 Nein-Stimmen, einer Enthaltung und einen für ungültig erklärten Stimmzettel entschied Bodo Ramelow den zweiten Wahlgang für sich und wurde zum ersten linken Ministerpräsidenten nach dem Mauerfall.

Sollte in diesen Tagen noch das Signal der Bundes-SPD darauf hinweisen, dass es diese Regierungskonstellation auf Bundesebene nicht geben wird, liegt es nun an dem Volke Thüringens mit Zusammenhalt und Mut aufzuzeigen, Rot-Rot-Grün keine Option für Deutschland nach der Bundestagswahl 2017 werden zu lassen, denn der Anspruch auf Macht hat so manches goldene Wort zu Pech werden lassen.

Zu guter Letzt sei der Thüringer-Landes-CDU für ihre Eitel- und Rückgradlosigkeit gedankt, damit habt Ihr eurem Land einen großen Dienst erwiesen.

Willkommen auf der Oppositions-Bank!!!

Anonymus