Mehr Zöpfe fürs Rohr – Die Demoralisierung der Truppe nimmt unaufhaltsam ihren Lauf

Mangelnde Ausrüstung, fehlende Munition für Waffengroßgeräte, medial aufgebauschte Probleme bei Gewehr und Helm. Alles Faktoren die ein ehrenvolles Dienen in der Bundeswehr in Frage stellen und berechtigen über eine freiwillige „Einziehung“ nachzudenken. Dass niemand Schweiß und Tränen für etwas aufbringen möchte, wofür er keine Anerkennung bekommt, sondern sich im besten Fall noch rechtfertigen darf, ist verständlich.

Ein Hoch auf die maroden Strukturen im BMVg. Projektvergabe al la „Günstlingswirtschaft“ scheint nicht nur in der zivilen Wirtschaft „Gang und Gebe“ zu sein, sondern zieht auch in der politischen Militärführung seine Kreise. Anders sind einige Anschaffungen, die vom Bundesministerium der Verteidigung genehmigt werden, gar nicht mehr zu erklären, hier zuletzt die Neuanschaffung von 125.000 Lochkoppeln, für die keiner unserer Soldaten Respekt und Neid von Angehörigen anderer Streitkräfte erfährt. Wer sich mit der Ausrüstung auseinander setzt könnte die Vermutung bekommen alles ist darauf abgezielt, dass sich der Bundeswehrsoldat seine Ausrüstung mittels eigenem Gehalt zulegt, um einen angenehmeren Dienst verrichten zu können und um dem Verteidigungsetat nicht auf der Last zu liegen.

Fern ab aller materiellen Ernüchterung, bleibt die Frage nach dem geeigneten Personal. Wen möchte man in den Streitkräften haben, wen verpflichtet man, wen wird man nicht mehr los? Die Ausgaben zur Rekrutengewinnung wurden immens erhöht, die Einstellungsvoraussetzungen runtergeschraubt. Seit diesem Jahr greift nun auch das „Attraktivitätsprogramm“, um neben besserer sozialer Absicherung unter anderem mit Flachbildfernsehr, Internet und Kühlschrank auf Stube neue Interessenten zu locken.

Der richtige Weg? Welche Art Soldat steht am Ende als Output bei so viel Attraktivitäts –Input? Der Dienstwillige, Furchtlose und Abenteuerfreudige wird es nicht sein – das Gegenteil indes schon.

Eine weitere Maßnahme zur Schwächung der Truppe wurde nun höchstpersönlich von der Verteidigungsministerin bekannt gegeben: Erhöhung des Frauenanteils auf 20%.

Dies soll weder eine Anfeindung noch eine Ausgrenzung gegenüber der weiblichen Welt darstellen, aber dennoch klar stellen, dass (mehr) Frauen nicht das geeignete „Lösungsmittel“ der Problemlage in der Bundeswehr sind. Schon mit dem unterschiedlichen anatomischen Aufbau beider Geschlechter, der eine Gleichberechtigung bei körperlicher Belastung gar nicht zulässt und einen großzügigen Bewertungsmaßstab für Frauen voraussetzt, beginnt die Demoralisierung der männlichen Soldaten. Auch dass ein neues menschliches Leben von Frauen und nicht vom Storch ausgetragen wird sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Durch eine Schwangerschaft unbesetzte Dienstposten können oftmals nicht besetzt werden und der reguläre Dienstbetrieb wird erschwert.

Die Quelle der Gedanken der ehemaligen Arbeits- und Sozialministerin zu einem erhöhten Frauenanteil liegt bei unserem französischen Nachbar, dessen Armee ebenfalls aus 20% Frauen. Aber nicht jeder Weg den andere gehen muss für einen selbst positiv ausfallen. Vor allem sollte davon abgeraten werden unsere militärische Führungsstruktur mit der der französischen Armee zu vergleichen.

Bleibt nur zu hoffen, dass Frau von der Leyen ihre Reformierungseinfälle noch einmal selbst überdenkt, eine weitere Sozialisierung der Armee unterbindet und aus der Bundeswehr wieder eine Armee schafft, die sich durch Fleiß, Gehorsam und Disziplin den Stolz ihrer eigenen Soldaten und der ganzen Nation verdient.