Ein Plädoyer für eine neue Gedenkkultur

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Volkstrauertag: Wie gehen wir mit unseren Soldaten um?

 

Der gestrige Volkstrauertag gibt uns Anlass, über die Bedeutung des Feiertags und über den Umgang mit unserer Geschichte nachzudenken. Welches Verhältnis haben wir Deutschen zu unserer Geschichte und zu unseren Vorfahren? Wie gehen wir mit unseren Soldaten um? Und was sind wirklich die Lehren aus der Geschichte, von denen immer gesprochen wird?
Grundsätzlich soll der Volkstrauertag an alle Opfer von Krieg, Gewalt und Terrorherrschaft erinnern. Es liegt jedoch nahe, wenigstens an diesem Tag in besonderem Maße den deutschen Kriegsopfern zu gedenken, die an den restlichen 364 Tagen des Jahres häufig vergessen werden. Doch der Blick auf dem Umgang mit diesem Feiertag zeigt leider nicht selten, dass deutsche Opfer eher verschämt zur Nebensächlichkeit degradiert werden. Stattdessen verkommt der Gedenktag mitunter zu einer „Ansammlung von Schuldbekenntnissen und Bußexerzitien“, wie Thorsten Hinz gestern in der „Jungen Freiheit“ feststellte.
Vor einigen Wochen kursierte auf Youtube ein Video von einer Rede des Brigadegenerals a.D. Reinhard Günzel, die er im Jahr 2004 beim „Berliner Kolleg“ hielt. Mit Blick auf das Verhältnis zu unseren Soldaten fragte Günzel damals: „In welchem Land der Erde wäre es zum Beispiel möglich, dass Pfarrer sich weigern, einen Soldaten in Uniform zu trauen? Dass kirchliche Organisationen eine Spende zurückweisen, weil sie von Soldaten erbracht wurde? Dass Deserteure glorifiziert werden, während man die Denkmäler für gefallene Soldaten abreißt?“
Günzels Fragen haben an Aktualität nichts verloren, sondern eher gewonnen, wenn man etwa an die unsägliche Debatte um „Zivilklauseln“ oder an das negative Bild des Soldaten in den linksgestrickten und zum Teil sogar versifften Medien denkt. Zwölf Jahre nach Günzels Rede ist allerdings immerhin eine politische Kraft entstanden, die mit diesen Zuständen gewiss nicht einverstanden ist. Mit der Kranzniederlegung am Volkstrauertag hat die JA Brandenburg gemeinsam mit der Potsdamer AfD ein richtiges Zeichen gesetzt. Der krankhafte Selbsthass unserer Nation ist der entscheidende Nährboden für eine Vielzahl von aktuellen politischen Krisen – vom Asylwahn über den Euroterror bis hin zur katastrophalen Außenpolitik der Bundesregierung. Als Mitglied des JA-Landesvorstands werde ich mich daher auch weiterhin dafür einsetzen, dass unser Vaterland seinen krankhaften Selbsthass überwindet und zu gesunder Selbstachtung zurück findet.
Lion Edler, Mitglied des JA-Landesvorstands Brandenburg